The Shape of Time

Alte Meister im Dialog mit der Moderne
6. März bis 8. Juli 2018

Warum moderne Kunst die Alten Meister braucht

Die Säle der Gemäldegalerie öffnen sich für die Sonderausstellung The Shape of Time, um ungewöhnliche Begegnungen zu ermöglichen – wie jene zwischen der römischen Skulptur eines jungen Mannes und den Badenden von Paul Cézanne (1839-1906), die Sie am Anfang dieser Seite sehen.

19 Kunstwerke fordern die Alten Meister heraus

Die Sammlungen des Kunsthistorischen Museums spannen ihren Bogen über rund 5000 Jahre Kunstgeschichte – vom Alten Ägypten bis in die Zeit um 1800. Einige Monate lang wird diese Geschichte weitererzählt: 19 sorgfältig ausgewählte, moderne und zeitgenössische Kunstwerke begegnen den Alten Meistern – das älteste Gemälde stammt aus dem Jahr 1842, das jüngste wurde 2018 eigens für die Ausstellung geschaffen.

Ideen von einst sind relevant für die Kunst von heute

Die jüngeren Werke sollen die BesucherInnen vom Ende unserer Sammlungen bis zum heutigen Kunstschaffen führen. Dabei geht es nicht darum, ein komplettes Bild der Kunstgeschichte der letzten 200 Jahre zu zeichnen, sondern darum, den Blick auf die Alten Meister zu verändern und ihre Relevanz für heutiges Empfinden und heutige Auffassungen zu verdeutlichen.

Geheimnisvolle Zusammenhänge von Einfluss, Talent und Zufall

Die erste Gruppenausstellung mit moderner und zeitgenössischer Kunst im Kunsthistorischen Museum, kuratiert von Jasper Sharp, spürt transkulturelle Entwicklungen von Ideen und Bildern im Lauf der Jahrhunderte auf und legt geheimnisvolle Zusammenhänge von Einfluss, Talent und Zufall offen. Die BesucherInnen klinken sich in den Dialog der Objekte ein und entdecken in den Gegenüberstellungen konzeptionelle, thematische oder formale Verwandtschaften, die ihren Blick auf die Gemäldegalerie, aber auch auf die moderne Kunst für immer verändern werden.

»Ungeachtet seiner speziellen Forschungsrichtung ist des Historikers Ziel die Darstellung von Zeit.«

George Kubler, 1962

Warum sollte man sich »The Shape of Time« ansehen?

Durch die temporäre Nachbarschaft zu modernen und zeitgenössischen Arbeiten werden Sie selbst Werke, die Sie gut kennen, ganz anders betrachten. Denn es ist eine Ausstellung über Ideen und darüber, woher Ideen kommen. Sie zeigt beispielsweise, dass Künstler aus ganz anderen Kulturen mehrere hundert Jahre später auf das gleiche Gefühl zurückkommen wie ein Alter Meister, es aber ganz anders formulieren. Sie werden auch Exponate sehen, die Sie sonst im Kunsthistorischen Museum nicht sehen wie Filme und Installationen oder Werke von feministischen Künstlerinnen. Die Ausstellung ist durchaus konfrontativ.

Welche konzeptionelle Grundlage hat die Ausstellung?

Das Buch »The Shape of Time« von George Kubler hat diese Ausstellung inspiriert. Es ist ein absolutes Schlüsselwerk, das meinen Blick auf Objekte verändert hat. Es geht darin um Kunst als Ideenquelle und zeigt, dass sich Künstler über Kontinente und Jahrhunderte hinweg immer mit denselben Ideen beschäftigen. Ein Museum wie das Kunsthistorische ist wie eine Bibliothek für Künstler, oder wie Lucian Freud über die National Gallery in London gesagt hat: »It is a place that I go when I need help«. Mit den Gegenüberstellungen zu moderner Kunst können wir das für unser Publikum erfahrbar machen und die Brücke zum Heute spannen.

Warum finden die 19 Dialoge in der Gemäldegalerie statt, nicht in Sonderräumen?

Ich möchte es so ausdrücken: »The Shape of Time« muss aus konzeptionellen Gründen in der Gemäldegalerie stattfinden, denn die Ausstellung ist auf unsere Sammlung zugeschnitten und zeigt ihre immer noch hochaktuelle Relevanz. Es würde daher wenig Sinn machen, die 19 jüngeren Werke in einem gesonderten Raum auszustellen, einmal abgesehen davon, dass »The Shape of Time« ja keine Sonderausstellung über die letzten 200 Jahre in der Kunst ist. Dafür würde viel zu viel fehlen. In 19 Räumen der Gemäldegalerie werden teils konfrontative, teils harmonische Dialoge angeregt, die auch das Umfeld mit einbeziehen.

Wie haben Sie Begegnungen geplant?

Ausgehend von Sammlung des Kunsthistorischen Museums: Ein Teil der Begegnungen basiert auf gut recherchiertem Wissen der Kunstgeschichte, wie etwa der Dialog zwischen der Römischen Antike und Cézanne und der zwischen Turner und Tizian. Andere Dialoge haben eine eher intuitive Grundlage. Zudem hatten wir die einmalige Gelegenheit, eigens für die Ausstellung Werke zu beauftragen: jene von Peter Doig und Kerry James Marshall. Wichtig ist uns, die ideelle Verbindung zu Künstlern aufzuzeigen, mit denen wir Ausstellungen planen. Dazu zählen Mark Rothko, dessen große Einzelausstellung wir für 2019 vorbereiten, und Felix Gonzalez-Torres, der heurige Gast im Theseus-Tempel im Volksgarten.

Was soll die Ausstellung bei den BesucherInnen bewirken?

Das Kunsthistorische Museum Wien ist für mich eine Art Zeitmaschine. Es gibt wenige Orte wie diesen, die eine Vorstellung darüber vermitteln, wo wir jetzt stehen, wo wir hergekommen sind und wohin wir gehen könnten. Mit dieser Ausstellung fragen wir uns, wie die Zukunft aussehen wird, und ob wir auch dann noch zu dieser Quelle, den Alten Meistern, gehen werden. Ohne Besucherinnen und Besucher können diese Fragen allerdings nicht beantwortet werden, ohne sie finden keine Dialoge statt. Denn die Werke können nicht miteinander reden, sie brauchen uns – lebendige, denkende und fühlende Menschen – als Moderatoren dieser Gespräche.

»Wenn Sie moderne Kunst verstehen wollen, dann lesen Sie das!«

Der Titel der Sonderausstellung ist dem Buch »The Shape of Time« entliehen, mit der US-amerikanische Kunsthistoriker George Kubler Generation von KünstlerInnen und KunsthistorikerInnen seit 1962 beeinflusst hat und immer noch beeinflusst.

Geschichte ist nach Kubler ein Prozess, der mit der Erweiterung unseres faktischen und sensorischen Wissens durch Wiederholung und Erneuerung einhergeht. Während er die Auffassung von Kunstgeschichte als Abfolge übersichtlicher Fakten oder Stile definierter Epochen ablehnt, sieht er Kunst als sichtbare Manifestation einer Auseinandersetzung, die von Anbeginn der Zeit bis zur Gegenwart verläuft: als eine Folge von Lösungen, die das Ergebnis geteilter Probleme sind.

»Die anonymen Maler der Wandmalereien von Herculaneum und Bsocoreale stehen auch mit den malern des siebzehnten Jahrhunderts und mit Cézanne in einer Verbindung«, so Kubler. Die Ausstellung »The Shape of Time« gibt ihren BesucherInnen die Möglichkeit, das Verhältnis der Vergangenheit zur Gegenwart zu verstehen – durch Beobachtung, Vergleich und Spekulation.

Die Kunstkritikerin und Autorin Jennifer Higgie hat eine Zusammenfassung von George Kublers »The Shape of Time« zur Verfügung gestellt.

Jennifer Higgie stammt aus Australien und ist Mitherausgeberin der Londoner Kunstzeitschrift Frieze. Als Kunstkritikerin schreibt Higgie über Gegenwartskunst. Higgie ist zudem Autorin von Romanen und Bühnenstücken.

Variationen über ein Thema (pdf, 152 KB)

George Kublers »Die Form der Zeit«

Was siehst du mich so an?

Helena blickt in der intimen Szene fast scheu auf den Betrachter – nein, nicht auf Sie, sondern auf ihren Mann Rubens. Lassnigs Iris, mehr als 300 Jahre jünger, hingegen schaut ironisch, beinahe forsch. Die Körper beider Frauen dienen dem Künstler bzw. der Künstlerin zur Selbstreflexion, in der sich sowohl Helena als auch Iris zwischen Personifizierung und Person bewegen: die eine als fleischgewordenes Ideal der Liebe und Schönheit, die andere als Inbegriff einer befreiten, völlig selbst beherrschten Frau im Amerika der späten 1960er Jahre.

Als Peter Paul Rubens in seine frühen Fünfziger kam, war er vielleicht der meistgefeierte Künstler Westeuropas. Unendlich erfinderisch, gebildet und geschickt, wurde er mit Gemälden für Kirchen und Paläste in Italien, Flandern, England, Frankreich und Spanien beauftragt. 1630, am Beginn seines letzten Lebensjahrzehnts, musste er sich nicht mehr um neue Kunden kümmern, und seine Arbeit wurde sanfter und nachdenklicher. Das Bildnis Helena Fourments, seiner zweiten Frau, verkörpert diese Periode beispielhaft. Hier begegnen wir dem privaten Rubens, der an den Falten des Fleisches seiner jungen Frau, den Grübchen ihrer Knie und ihrem strahlenden Teint Gefallen findet. Die Intimität des Gemäldes wird durch dessen Nachleben bestätigt: Es war das einzige von Rubens’ Werken, das der letzte Wille des Künstlers mit der ausdrücklichen Verfügung, es nicht zu verkaufen, Helena zusprach. Helena, die ihre Nacktheit mit dem um ihren Körper geschlungenen Pelz nicht ganz bedecken kann, wirkt überrumpelt. Die Geste lässt uns nicht nur an einem erotischen Augenblick der Jungvermählten teilhaben, sondern ist auch eine Anspielung auf die Venus pudica, jene antike Skulptur der Göttin der Liebe und der Schönheit, auf die man in der Renaissance immer wieder Bezug nahm.

Maria Lassnigs Gemälde Iris stehend zeigt die damalige Nachbarin der Künstlerin, Iris Vaughan: 1968 war Lassnig aus Wien nach New York übersiedelt, um, wie sie sagte, »im Land der starken Frauen« zu leben. Iris war eine vor Kurzem geschiedene 26-jährige Teilzeitkellnerin, die Lassnig in einer Reihe von Werken malte und filmte. Von natürlichem Tageslicht erhellt, das durch ein verborgenes Fenster fällt, sieht uns Iris, sicher und etwas ironisch im Ausdruck, mit leicht geöffneten Lippen an, als ob sie gerade etwas sagen würde. Durch die in die Hüften gestützten Hände fordert ihre bestimmte Haltung den Betrachter heraus und vermittelt vielleicht ein Bewusstsein von der verblüffenden Kraft des Gemäldes.

Wie bei ihren bekannten, sich mit »Körperbewusstsein« beschäftigenden Selbstporträts – Bildern von Figuren, die eher deren Traumata und Prüfungen als deren äußere Erscheinung zu erfassen suchen – findet Lassnig auch hier in der traditionellen Form figurativer Malerei das Material, um neue Vorstellungen persönlicher Identität auszuloten. Iris, die in einer streng katholischen Familie aufgewachsen war, setzte mit ihrer Scheidung einen Akt persönlicher Befreiung, und das Bild verkörpert ihre wiedererlangte oder neu gefundene Unabhängigkeit. Obgleich Lassnig sie mit einer volleren Figur darstellt, als sie tatsächlich hatte, zeigt sich Iris ohne jeden Schmuck, befreit und völlig selbstbeherrscht.

Bei beiden Gemälden geht es um das Verhältnis zwischen Künstler bzw. Künstlerin und Modell. Die Art des Blicks Helenas – deren ausdrucksvolle große Augen ihren Mann dabei beobachten, wie er sie beobachtet – kann man nicht missverstehen: Was Rubens darstellt, ist das Vergnügen, betrachtet zu werden (und das unabhängig davon, wie das Modell es tatsächlich empfand, für das Gemälde zu posieren). Im Gegensatz dazu erwidert Iris den Blick der exzentrischen österreichischen Malerin, starrt sie fast so an, als ob sie ihr Gegenüber zwingen wollte, den Blick abzuwenden, und ist entschlossen, ihre Pose beizubehalten, Besitzerin ihres eigenen Bilds zu sein. In jedem der beiden Fälle dient der Körper des Modells der Selbstreflexion des Künstlers bzw. der Künstlerin. Rubens sah in Helenas Körper die fleischgewordenen Ideale der Liebe und der Schönheit, um die er sich in seinen Gemälden immer bemüht hatte. Harmonisch verbinden sich in ihrer lebendigen, atmenden Göttlichkeit das Reale und das Ideale. Lassnigs Iris ist der Inbegriff des persönlichen Empowerments, das die Künstlerin in der amerikanischen Kultur der späten Sechzigerjahre suchte: Auch Iris bewegt sich zwischen Personifizierung und Person.

Ben Street

Was haben wir gemeinsam?

Die beiden Gemälde verbindet weit mehr als ihre etwas düstere Farbwelt. Rembrandts Selbstportrait und Rothkos flächiges Portrait zeugen von der Radikalität beider Künstler, von ihrer Lust am Experiment und ihrer Weigerung, sich dem Publikumsgeschmack ihrer Zeit zu unterwerfen. Rothko war lebenslang von Rembrandts Einsatz von Licht als Ausdruck vielfältiger Emotionen von Hoffnung bis Verzweiflung fasziniert. Beide stellten die conditio humana in den Mittelpunkt ihres Interesses und glaubten an die Macht der Kunst – ob gegenständlich oder abstrakt.

Mark Rothko, der als junger Mann Kurse der Arts Students League in New York belegte, war ein häufiger Besucher der Galerien und Museen der Stadt. Er verbrachte viele Stunden in den Sälen des Metropolitan Museum of Art mit seinen einzigartigen Beständen von Werken Alter Meister. Der erste Künstler, der Rothko faszinierte, war Paul Cézanne. Dann setzte er sich mit den großen italienischen Meistern Giotto und Michelangelo auseinander, die beide für die Entwicklung seines Werks prägend werden sollten. Schließlich wandte er sich Rembrandt zu, einem Künstler, der in Rothkos Leben fast immer präsent sein sollte. Unter anderem dürfte Rothko auf ein Selbstporträt Rembrandts aus dem Jahr 1660 gestoßen sein, das dem Museum zehn Jahre zuvor geschenkt worden war.

Rothkos Interesse an Rembrandt galt ebenso sehr den Themen und Techniken des Künstlers wie ihren Wirkungen auf den Betrachter – einfach gesagt: dem Drama des menschlichen Seins. Rothko begeisterte sich für Rembrandts Umgang mit Licht als Mittel, eine ganze Reihe von Gefühlen zwischen Hoffnung und Verzweiflung zu vermitteln. »Licht macht es möglich, ein neues Moment [auszudrücken], das wir Emotionalität nennen können […]. [Licht bringt] Menschlichkeit ins Bild, ist ein Versuch, individuelle Emotionen in Begriffe universeller Gefühle zu fassen.« Es war nicht nur das Licht äußerer Quellen, das Rothko interessierte, sondern auch das Licht, das Rembrandts Gemälde von innen erhellt.

Als Rothko in den frühen 1950er Jahren eingeladen wurde, am Brooklyn College einen Kurs über zeitgenössische Kunst zu halten, entschloss er sich, mit Rembrandt zu beginnen. Dieser Entschluss, eine gezielte Provokation, entsprang zum Teil Rothkos Glauben, dass der niederländische Meister der erste Künstler war, der malte, wonach immer ihm der Sinn stand. »Sogar vor den Tagen der Kamera«, hatte Rothko 1943 in einer Radiosendung festgestellt, »gab es einen klaren Unterschied zwischen Porträts, die als historische oder familiäre Andenken dienten, und Porträts, die Kunstwerke waren. Rembrandt kannte den Unterschied; denn sobald er darauf bestand, Kunstwerke zu malen, verlor er alle seine Kunden […]. Es gibt jedoch einen tiefen Grund für die Beständigkeit des Worts ‚Porträt‘: Das wirkliche Wesen der großen Porträtmalerei aller Zeiten liegt im ewigen Interesse des Künstlers an der Figur, am Charakter und an den Gefühlen des Menschen – kurz gesagt: am menschlichen Drama. Dass Rembrandt ihm Ausdruck gab, indem er selbst als Modell posierte, ist irrelevant. Wir kennen das Modell nicht, sind uns aber des Dramas äußerst bewusst.«

Etwa um die Zeit, als Rothko 1959 das gegenständliche unbetitelte Gemälde schuf, besuchte er mehrmals das Metropolitan Museum, um dessen Sammlung später Werke Rembrandts zu sehen. Rembrandts Platz innerhalb des Kontinuums der Kunstgeschichte war ihm sehr wichtig. »Rembrandt und Rothko«, erinnert sich ein Freund, den Künstler einmal sagen gehört zu haben – ehe er innehielt, lächelte und es umgekehrt versuchte: »Rothko und Rembrandt«. Beide Künstler waren von einer unbändigen Experimentierfreude beseelt und gingen Risiken ein, indem sie sich dem allgemeinen Geschmack verwehrten. Sie teilten den Glauben an die Macht der – abstrakten bzw. gegenständlichen – Kunst, der menschlichen Erfahrung Gestalt zu geben.

Jasper Sharp

Wann badet Ihr?

Das Motiv der Badenden hat Cézanne ab den 1870er Jahren bis zu seinem Lebensende immer wieder gemalt. Dabei ging es ihm wie im Bild von 1890 aus dem Musée d'Orsay um die Menschen und ihren Bezug zur umgebenden Natur und zueinander. Wer die Badenden sind, wo sie sich aufhalten und in welcher Epoche sie leben, ist nicht feststellbar. Klar illustriert das Gemälde mit seiner strengen, klassisch wirkenden Bildkomposition hingegen Cézannes Bezug zur Antike: Bei der Darstellung der Körper nutzt er seine Skizzen antiker Statuen, anstatt mit Modellen zu arbeiten. Seine Figuren muten gleichzeitig antik und modern an und schaffen ein zeitloses Menschenbild, wie es der Torso aus der Antikensammlung darstellt.

»Der Louvre«, sagte Paul Cézanne, »ist das Buch, mit dem wir lesen lernen.« Der französische Maler, einer der Architekten der modernen Kunst, verbrachte viele Stunden in den Sälen und Galerien des Pariser Museums. Er beschäftigte sich mit den großen Gemälden der Vergangenheit, aber auch – was für die Entwicklungen, die er in Gang setzen sollte, entscheidend war – mit Skulptur. Im Laufe seines Lebens, von seinen Jahren als Student bis ins hohe Alter, füllte er ein Skizzenbuch nach dem anderen mit Zeichnungen, die er unmittelbar nach den klassischen griechischen Meisterwerken und ihren römischen Kopien in der Sammlung des Museums anfertigte.

Cézanne wusste mehr über die Kultur und Geschichte der antiken Welt als irgendein anderer Künstler seiner Generation. Er interessierte sich für das Altertum der Provence, wo er den größten Teil seines Lebens verbrachte. Am Collège Bourbon in Aix-en-Provence, wo er mit Émile Zola studierte, machte er sich als junger Mann mit der Kunst, Architektur und Literatur der Region vertraut. Während seines Studiums schrieb er sich an der freien Zeichenschule der Stadt, dem heutigen Musée Granet, ein, wo er seine ersten Figurenstudien nach dem Leben schuf.

Von den 1870er-Jahren bis zu seinem Lebensende kehrte Cézanne immer wieder zum Thema männlicher wie weiblicher Badender zurück. Sein Ziel war, wie er sagte, die nahtlose Verbindung von menschlicher Figur und Landschaft. »[Cézanne] ging es um die Abstraktion natürlicher Körper«, so der russische Avantgardemaler Kasimir Malewitsch später, »weil er sie nur als Oberflächen und Bildvolumina sah.« Die Struktur der Werke Cézannes ist genauestens überlegt: Im Fall der um 1890 entstandenen Badenden ist es eine durch die vier großen Figuren im Vordergrund gebildete dreieckige Giebelarchitektur, die das Gemälde kompositorisch verankert und ihm seine entschieden klassische Anmutung gibt.

Cézanne arbeitete in der Regel ohne Modelle und verließ sich bei der Entwicklung der Positionierung seiner Figuren auf seine Skizzen klassischer Skulpturen. In Werken dieser Art setzt er sich vom Thema, das Künstler wie Tizian, Poussin oder Peter Paul Rubens bekannt machten, bis zu spezifischen Details wie dem Faltenwurf, der auf die italienische Renaissance Bezug nimmt, bewusst mit der Kunstgeschichte auseinander. Auch wenn das Gemälde tief in der Vergangenheit verwurzelt ist, fällt es schwer, die Dargestellten einer bestimmten Zeit oder einem bestimmten Ort zuzuordnen. Sie sind gleichzeitig altertümlich und modern. Es ist dieses Gefühl der Mehrdeutigkeit, das das Gemälde so außergewöhnlich und so unbestreitbar zeitgenössisch macht.

Jasper Sharp

Wie lange wirst du mich lieben?

Die Gesichter zweier Liebender, einander zugeneigt, und zwei an sich gewöhnliche Wanduhren, deren Sekundenzeiger in vollkommenem Gleichklang ticken: Zwischen den beiden Kunstwerken liegen fast fünf Jahrhunderte und doch haben sich die beiden viel zu sagen. Sowohl die Plastik Junges Paar, 1505-1510, von Lombardo als auch die Installation »Untitled« (Perfect Lovers), 1987–90, von Felix Gonzalez-Torres sprechen von Liebe und Vergänglichkeit.

Wenn Tullio Lombardo, der herausragende Bildhauer Venedigs an der Wende zum 16. Jahrhundert, auch nicht den posthumen Ruhm seiner malenden Zeitgenossen Giovanni Bellini und Tizian genoss, teilt sein Werk doch die archetypische venezianische Nachdenklichkeit ihrer Darstellungen, die oft an Melancholie grenzt. Seine um 1505 entstandene Reliefskulptur zeigt ein junges Paar, dessen Köpfe einander sanft berühren; beide haben den Blick nach oben gerichtet und die Lippen leicht geöffnet. Ihr Gesichtsausdruck ist sinnlich träge, vermittelt aber gleichzeitig etwas Klagendes. Dieser traurige Zug mag den in das Haar des jungen Mannes geflochtenen Weinblättern geschuldet sein, die auf Bacchus, den römischen Gott des Weins, anspielen. Bacchus und seine sterbliche Gattin Ariadne – an die einen die weibliche Gefährtin des jungen Mannes durch ihre Haltung erinnern mag – wurden in der römischen Grabeskunst häufig dargestellt, wobei die schlafende Ariadne die menschliche Seele symbolisierte, die bald zu ewigem Leben erweckt werden würde. Ob sich die Skulptur aber tatsächlich auf ein Leben nach dem Tod oder das Thema Heirat oder – vielleicht und keineswegs ungewöhnlich – auf beide Fragen gleichzeitig bezieht, können wir nicht mit Sicherheit sagen, da uns ihr ursprünglicher Mäzen nicht bekannt ist. Wahrscheinlich wurde die Skulptur von einem humanistischen Förderer, möglicherweise einem Sammler antiker Statuen, deren ästhetischem Programm sie deutlich Tribut zollt, in Auftrag gegeben. Die verträumte Romantik des Werks, die durch die augenfällige Intimität verstärkt wird, scheint nicht nur von der Vorfreude auf ein künftiges gemeinsames Leben, sondern auch von der melancholischen Vorahnung durchdrungen, dass dieses Leben eines Tages ein Ende haben wird.

1991 platzierte der kubanisch-amerikanische Künstler Félix González-Torres zwei gewöhnliche Uhren für seine Arbeit »Untitled« (Perfect Lovers) Seite an Seite, sodass sie einander gerade noch berühren. Bewusst entschied er sich für Uhren ohne speziellen ästhetischen Reiz.

Diese Strategie baut auf der Duchamp’schen Tradition auf, gewöhnliche Gegenstände in einer Galerie zu präsentieren und sie dadurch in einen neuen Zusammenhang zu stellen, der zum Nachdenken anregt. Die beiden Uhren, die an Büro- oder Schuluhren erinnern, hat der Künstler teils deshalb gewählt, weil sie mit konventionellen Normen von Schönheit absolut nichts zu tun haben. González-Torres beleuchtet mit seinem Werk die Poesie des Übersehenen: Er macht Sehen zu absichtsvollem Schauen. Die Batterien, die die Uhren antreiben, werden gleichzeitig eingesetzt, die Uhren auf dieselbe Zeit eingestellt, doch die natürlich ungleiche Lebensdauer der Batterien bringt es mit sich, dass eine Uhr früher stehenbleiben wird. González-Torres’ Partner Ross Laycock starb 1991 an einer AIDS-bedingten Krankheit, und viele Arbeiten des Künstlers lassen sich als Klagelieder auf diese verlorene Liebe lesen. Das Ticken der Uhren gleicht einem Herzschlag. Die direkte Anspielung auf die verrinnende Zeit macht die Arbeit zu einem zeitgenössischen Memento mori, einer Erinnerung an den Tod.

In der Vorstellung der beiden Künstler von der Natur der Liebe und des Todes sind die beiden Gesichter gleichzeitig identisch und sind es nicht: Die Andeutung von Besonderheit (die Weinranken, das Haarnetz, das Rucken des Stunden- und Minutenzeigers) erinnert uns daran, dass ein Paar eine auf Unterschieden gründende Harmonie darstellt. Die Blätter der Uhren und die Gesichter der Modelle spiegeln einander wider: Wie bei einer Uhr kann man am Gesicht eines Menschen die Zeit vergehen sehen. Der raffinierte Schein des Ewigen, ob nun das beständige Vorrücken der Zeiger der Uhr oder der überzeugende Realismus des Gesichts des geliebten Menschen – die sich nie ändern mögen –, ist eine von Kunstwerken verbreitete Lüge, die beruhigen soll. Vielleicht bleiben die Uhren ja nicht stehen, auch wenn wir wissen, dass das ihr Schicksal ist.

Ben Street

Michelangelo Merisi da Caravaggio, »Rosenkranzmadonna«, um 1601 © KHM-Museumsverband; Franz West, »Liege (Caravaggio)«, 1989, Privatsammlung, Wien; Franz West, »Liege (Caravaggio)«, 1989, Musée d’Art, Toulon (France) © Archiv Franz West

Wir laden Sie ein. Sie lassen sich ein.

Die Ausstellung bittet Sie auf die Bühne: Zwischen den Werken werden Sie zu AkteurInnen, die sich der Irritation aussetzen, und durch Ihre eigenen Beobachtungen und Vergleiche treten Sie in Ihren ganz persönlichen Dialog mit den Objekten.

19 Generationen übergreifende Dialoge

Die Ausstellung ist das Ergebnis jahrelanger Planung: Den Alten Meistern der Gemäldegalerie werden konfrontative Begegnungen zugemutet, die sie aus der Abgeschlossenheit von rund 5000 Jahren Kunstgeschichte holen und ihre Relevanz für die heutige Zeit deutlich machen. Erstmals treffen sie auf Werke nicht-europäischer KünstlerInnen in modernen Formaten wie Fotografie, Film und Installation.

Die 19 spannenden Begegnungen beziehen die BesucherInnen ein und führen sie durch die Ideengeschichte mehrerer Jahrtausende.

Sofonisba Anguissola – Um 1532 in Cremona geboren, wurde Sofonisba Anguissola ebenso wie ihre fünf Schwestern von ihrem Vater für die Malerei erzogen und von ihm protegiert. Aufgrund ihrer Fähigkeiten als scharf beobachtende und sensible Porträtistin galt sie bereits kurz nach ihrer Ausbildung als eine der berühmtesten Malerinnen ihrer Zeit. Sie reiste an den Hof Philipps II. nach Madrid und führte in Genua ein offenes Haus für Künstler und Gelehrte. In ihren letzten Lebensjahren hielt sie sich in Palermo auf, wo van Dyck sie noch kurz vor ihrem Tod 1623 zeichnete.

Claude Cahun – Claude Cahun wurde 1894 unter dem bürgerlichen Namen Lucy Schwob in Nantes geboren. Eigentlich als Schriftstellerin und Fotografin tätig, betrieb sie zusammen mit ihrer Stiefschwester und Lebensgefährtin Suzanne Malherbe einen Künstlersalon in Paris und verkehrte im Kreis der Surrealisten um André Breton. Zeitlebens kämpfte sie für die Freiheit des Denkens und die Emanzipation. Aufgrund ihres Einsatzes im antifaschistischen Widerstand wurde sie von der Gestapo für zehn Monate inhaftiert und ein großer Teil ihres Werkes zerstört. 1937 flüchtete sie vor den Nazis auf die KanalinselJersey, wo sie 1954 starb.

Agnolo Bronzino – 1502 in Monticelli bei Florenz geboren, absolvierte Agnolo Bronzino seine Lehre bei Jacopo Pontormo, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbinden sollte. Zusammen mit ihm übernahm er erste Aufträge für die Medici-Familie, bis er schließlich 1540 von Cosimo de Medici zum Hofmaler ernannt wurde. Sein spezifischer Manierismus ist geprägt von den Werken Raffaels und Michelangelos. Kalte Farben und deformierte Figuren sollen innere Spannungen verdeutlichen. In der Porträtkunst gelangte Bronzino zu einer prägnanten Individualisierung, die der damaligen Etikette der Fürstenhöfe entsprach. Er starb 1563 in Monticelli.

Lucian Freud – Der Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud wurde 1922 in Berlin geboren. Nachdem die Familie 1933 nach England emigrierte, absolvierte er seine künstlerische Ausbildung in London. In seinem Frühwerk widmete er sich vermehrt grafischen Medien, später wandte er sich der Malerei zu. Seine ungeschönten und intimen Akte bestechen durch eine raue, von breiten Pinselstrichen und erdigen Tönen geprägte Malweise. Die Werke aus seiner siebzig Jahre andauernden Schaffensperiode feiern bis heute sowohl auf dem Kunstmarkt als auch in den internationalen Museen große Erfolge. Freud starb 2011 in London.

Pieter Bruegel d. Ä. – Pieter Bruegel d. Ä. wurde um 1528/30 in dem Dorf Brueghel bei Breda geboren. Nur knapp über vierzig Gemälde von seiner Hand haben sich erhalten. Mit zwölf Tafeln befindet sich der weltweit größte Bestand im Kunsthistorischen Museum. Die ersten gesicherten Werke Pieter Bruegels sind Landschaften. Daneben entstanden schon früh miniaturhafte Bilder, die den Topos der verkehrten Welt aufnahmen. Bäuerliche Szenen gehören ebenso zu seinem Werk wie die Grenzbereiche menschlicher Existenz. Offenkundig ist die moralisierende Tendenz dieser Gemälde. Pieter Bruegels eigenwillige und unerschrockene Gestaltungsmittel weckten noch lange nach seinem Tod 1569 das Interesse der Nachwelt.

Peter Doig – Peter Doig wurde 1959 in Edinburgh geboren. Seine Kindheit und Jugend war vor allem von häufigen Umzügen geprägt, die ihn unter anderem nach Trinidad und Kanada führten. 1979 zog er nach London, wo er seine künstlerische Ausbildung absolvierte. Seine Landschaften zeichnen sich durch ihre unüblichen Farbkombinationen und Blickwinkel aus. Ein magischer Realismus durchzieht seine Werke, in denen er zeitlose Momente und mysteriöse Utopien auf Leinwand bannt. Peter Doig, der heute in Trinidad lebt und arbeitet, unterrichtet zudem seit 2005 an der Kunstakademie in Düsseldorf.

Jan Brueghel d. Ä. – Ersten Malunterricht erhielt der 1568 in Brüssel geborene Jan Brueghel d. Ä. von seiner Großmutter Marie Bessemers. Ihrer Ausbildung des Enkels in der Miniaturmalerei sind dessen minuziös und prunkvoll ausgeführten Blumenstillleben zu verdanken. Andererseits nahm Jan Brueghel aber auch viele Themen seines Vaters Pieter Bruegel d. Ä. auf: Landschaften mit mythologischen und biblischen Darstellungen oder bäuerliche Szenen in ländlicher Umgebung bestimmen sein Werk. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Italien wurde er, wie später Peter Paul Rubens, Hofmaler Erzherzog Albrechts von Österreich, Statthalter der Niederlande. 1625 starb Jan Brueghel in Antwerpen an der Cholera.

Steve McQueen – Der 1969 in London geborene Steve McQueen gilt heute als einer der erfolgreichsten britischen Gegenwartskünstler und Filmregisseure. Er studierte zunächst Kunst und Design in London, widmete sich aber anschließend an der New Yorker Tisch School ganz dem Medium Film. Erste Aufmerksamkeit erhielt er durch seine experimentellen Videoarbeiten und Stummfilme in Schwarz-Weiß. 1999 wurde McQueen für seine Fotografien und Installationen mit dem angesehenen Turner-Preis ausgezeichnet. In seinen Spielfilmen behandelt er in ausdrucksstarken Bildern gesellschaftskritische Themen. Sein historisches Filmdrama 12 Years a Slave wurde 2014 mit dem Oscar ausgezeichnet.

Michelangelo Merisi da Caravaggio  – Caravaggio wurde 1573 in der Nähe von Mailand geboren. Bereits in seinem Frühwerk, zu dem unter anderem das erste Stillleben der abendländischen Malerei zählt, sind seine Bilder geprägt von kräftigen Farben, dramatischen Helldunkeleffekten und einer starken Reduktion auf die Protagonisten. Nach seiner künstlerischen Ausbildung zog Caravaggio 1590 nach Rom. Hier suchte er den bereits angelegten Realismus noch zu steigern. Von 1606 bis zu seinem Tod 1610 war Caravaggio auf der Flucht durch ganz Italien, da er wegen Totschlags verfolgt wurde. Die besondere Dramaturgie und Lichtgestaltung seiner Werke beeinflusste nicht nur die europäische Kunst des 17. Jahrhunderts, sondern auch Fotografen, Maler und Filmemacher des 20. und 21. Jahrhunderts.

Franz West – 1947 in Wien geboren, studierte Franz West an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Bruno Gironcoli. Sein vielseitiges Schaffen umfasste neben Plastiken aus unterschiedlichen Materialien wie Gips oder Metall auch Grafiken und Performances. Die ab 1987 entstandenen Sitzmöbel thematisieren die Grenze zwischen Kunstobjekt und Gebrauchsgegenstand und bilden so eine Brücke zwischen Kunst und Wirklichkeit. Von 1992 bis 1994 hatte West eine Professur an der Städelschule in Frankfurt am Main inne. 2011 wurde ihm für sein Lebenswerk der Goldene Löwe der Biennale von Venedig zuerkannt. Franz West starb 2012 in Wien.

Antonio Allegri, gen. Il Correggio – Nach seiner Heimatstadt Correggio benannt, war der um 1489 geborene Maler zu Beginn vor allem beeinflusst durch die Kunst Oberitaliens und die Werke Andrea Mantegnas. Schnell entwickelte er daraus aber seinen eigenen Stil, der geprägt ist von einer zarten Farbgebung und einer stimmungsvollen Weichheit. Seine religiösen Bilder strahlen eine sublime Innigkeit und Anmut aus, seine mythologischen Darstellungen zeichnen sich wiederum durch ihre besondere Sinnlichkeit aus. Bis zu seinem Tod 1534 schuf Correggio nicht nur Gemälde, sondern auch Fresken zur Kirchenausstattung, die durch Verkürzungen und eine klar durchdachte Lichtführung eine perfekte Raumillusion schaffen.

Birgit Jürgenssen – Birgit Jürgenssen, 1949 in Wien geboren, studierte ab 1967 an der Hochschule für angewandte Kunst in der Meisterklasse für Grafik bei Franz Herberth. Nach Abschluss ihres Studiums beschäftigte sie sich verstärkt mit Fotografie. Durch ihre Kunst versuchte sie, Klischees von Weiblichkeit zu hinterfragen und ihnen neue Konzepte gegenüberzustellen. Sie wies auf die männliche Dominanz im Kunstbetrieb hin und setzte sich für die stärkere Anerkennung von Künstlerinnen ein. An der Akademie der bildenden Künste in Wien rief Jürgenssen das Studienfach Fotografie ins Leben und unterrichtete dort über zwei Jahrzehnte hinweg bis zu ihrem Tod 2003.

Giorgio da Castelfranco, gen. Giorgione  – Giorgione wurde um 1477 in Castelfranco Veneto geboren. Aufgrund fehlender Signaturen und der zahlreichen Beteiligung fremder Hände konnten ihm nur wenige Gemälde sicher zugeschrieben werden. Sein Frühwerk war geprägt durch die Einflüsse italienischer aber auch nordischer Vorbilder, durch die er schließlich seinen eigenen Stil zu entwickeln suchte. Warme Farben und eine poetische Darstellung von Licht prägen seine Malerei, die den Menschen im Einklang mit der Natur zeigen sollte. Als Lehrer Tizians bestimmte sein Werk trotz seines frühen Todes 1510 die führende Stellung der venezianischen Malerei.

Nusra Latif Qureshi – Nusra Latif Qureshi wurde 1973 in Lahore in Pakistan geboren. Sie studierte dort am National College of Arts, wo sie die traditionelle Kunst der Mogul-Miniaturmalerei erlernte. 2001 wanderte sie nach Melbourne aus, um dort ihr Studium fortzusetzen und die traditionellen Maltechniken weiterzuentwickeln. In ihrem Werk, das neben Malerei auch Installationen und Multimedia-Arbeiten umfasst, beschäftigt sie sich nicht nur mit der Geschichte Südostasiens, sondern darüber hinaus auch mit der Konstituierung von Geschichte und Identität im Allgemeinen. Sie lebt und arbeitet in Melbourne.

Tullio Lombardo  – Der italienische Architekt und Bildhauer Tullio Lombardo wurde um 1455 in Venedig geboren. Zusammen mit seinem Bruder Antonio arbeitete er in der Werkstatt seines Vaters Pietro Lombardo. Dieser leistete als einer der Baumeister des Dogenpalastes in Venedig einen entscheidenden Beitrag zur venezianischen Frührenaissance. Sein Sohn Tullio entwickelte bis zu seinem Tod 1532 aber seinen ganz eigenen, klassisch geprägten Skulpturenstil, der sich durch seine idealisierten und feingliedrigen Proportionen auszeichnet.

Felix Gonzalez-Torres – 1957 auf Kuba geboren, zog Felix Gonzalez-Torres 1979 nach New York, um am Pratt Institute in Brooklyn zu studieren. Nach seiner ersten Einzelausstellung 1990 in der Andrea Rosen Gallery in New York, folgten die ersten Erfolge über die Grenzen der USA hinaus. Bekannt wurde er vor allem für seine Installationen alltäglicher Materialien wie Süßigkeiten, Glühbirnen oder Uhren, die die Besucher mitunter auch zur Interaktion anregen sollten. Seine oft minimalistisch anmutenden Arbeiten behandeln Themen wie Liebe, Verlust oder Sexualität und sind von seiner Erfahrung mit der Krankheit AIDS geprägt, an deren Folgen er 1996 starb.

Rembrandt Harmensz. van Rijn – Nach kurzer Ausbildung bei dem Historienmaler Pieter Lastman gründete der 1606 in Leiden geborene Rembrandt in seiner Heimatstadt seine erste eigene Werkstatt. Nachdem er mit seinen Historienbildern erste Erfolge feiern konnte, übersiedelte er 1631 nach Amsterdam, wo er vor allem als Porträtist tätig war. Seine menschlichen, ungeschönten Bildnisse sowie seine narrativen Gruppenporträts machten ihn zu einem Erneuerer der Gattung. Sein mehr als 2.000 Bilder umfassendes Gesamtwerk beinhaltet zudem zahlreiche Selbstporträts, die seine körperliche sowie emotionale Verfassung bis kurz vor seinem Tod 1669 widerspiegeln.

Mark Rothko  – Mark Rothko, 1903 in Lettland geboren, lebte seit 1913 in den USA, wo er schließlich in New York seinen künstlerischen Bestimmungsort fand. Es entstanden die ersten gegenständlich-expressionistischen Bilder, die zum Teil surrealistische Einflüsse erkennen ließen. Ab etwa 1949 entwickelte er die ersten Werke mit malerisch differenziert angelegten Farbräumen, die ihn zu einem bedeutenden Vertreter des Color Field Paintings machten. Die diffus strahlende Atmosphäre lädt den Betrachter zur Kontemplation ein und durchzieht sein Werk bis hin zu den letzten Bilder, die kurz vor seinem Freitod 1970 entstanden.

Rembrandt Harmensz. van Rijn – Nach kurzer Ausbildung bei dem Historienmaler Pieter Lastman gründete der 1606 in Leiden geborene Rembrandt in seiner Heimatstadt seine erste eigene Werkstatt. Nachdem er mit seinen Historienbildern erste Erfolge feiern konnte, übersiedelte er 1631 nach Amsterdam, wo er vor allem als Porträtist tätig war. Seine menschlichen, ungeschönten Bildnisse sowie seine narrativen Gruppenporträts machten ihn zu einem Erneuerer der Gattung. Sein mehr als 2.000 Bilder umfassendes Gesamtwerk beinhaltet zudem zahlreiche Selbstporträts, die seine körperliche sowie emotionale Verfassung bis kurz vor seinem Tod 1669 widerspiegeln.

Fiona Tan – Fiona Tan wurde 1966 in Pekanbaru, Indonesien, geboren. Sie wuchs in Australien auf und zog schließlich mit ihrer Familie nach Amsterdam, wo sie ab 1988 ihre künstlerische Ausbildung absolvierte. Tans Werk besteht neben Fotografie und Videoarbeiten auch aus umfassenden Rauminstallationen, in denen Bild, Wort und Ton zu einer kohärenten Einheit verbunden werden. Zentrales Thema bilden hierbei bereits seit Beginn ihrer Karriere die Konstruktion und Fluidität von Erinnerung, Zeit und Identität. So hinterfragen Tans sinnlich erfahrbare Werke unsere gängige Vorstellung von Zeit und Gedächtnis, von Realität und Fiktion.

Anonymer Bildhauer aus dem Alten Rom – In »The Shape of Time« tritt eine Statue der Aphrodite in den Dialog mit einem Werk der Neuzeit, gestaltet von der US-amerikanischen Künstlerin Eleanor Antin. Wer den antiken Torso gestaltet hat, ist hingegen heute ebenso unbekannt wie das genaue Entstehungsdatum des Werks.

Eleanor Antin – Eleanor Antin wurde 1935 in New York City geboren und studierte dort Mitte der 1950er Jahre Schauspiel sowie Creative Writing. Ihr Werk umfasst neben Videoarbeiten und Fotografie auch Installationen und Performances. Sie taucht dabei ein in die Vergangenheit – vom antiken Rom bis hin zu ihrer eigenen jüdischen Herkunft –, um sie im Zeichen der Gegenwart neu zu definieren. Ihre Arbeiten behandeln oftmals auf humoristische Art und Weise sozialkritische, politische sowie feministische Themen. Seit 1975 lehrt Antin, mittlerweile emeritiert, als Professorin an der University of California San Diego (UCSD).

Anonymer Bildhauer aus dem Alten Rom – Eine griechische Skulptur lieferte einem römischen Bildhauer die Vorlage für die Statue eines nackten Jünglings, deren Torso erhalten ist. Über den Künstler ist nichts bekannt, doch sein Motiv findet sich in unterschiedlichsten Interpretationen durch die Kunst aller Epochen wieder. In „The Shape of Time“ trifft es auf ein Werk von Paul Cézanne.

Paul Cézanne  – Paul Cézanne wurde 1839 in Aix-en-Provence geboren. 1861 ging er nach Paris, um sich an der Académie Suisse einzuschreiben. Cézanne studierte im Louvre die Alten Meister, deren Malerei seine ersten Gemälde inspirierten. Er gelangte zu einer Autonomie von Farben und Formen, die seine Werke fortan konstruieren und organisieren sollten. Ab 1870 wandte er sich der Landschaftsmalerei zu und entwickelte schließlich die Modulation von Farbtönen, bei der klar getrennte Farbtöne nebeneinandergestellt wurden. Sein Altersstil in den Jahren vor seinem Tod 1906 ist geprägt von einer Verdichtung der Bildstruktur und Steigerung der farblichen Intensität.

Peter Paul Rubens – Peter Paul Rubens wurde 1577 im westfälischen Siegen geboren. Nach dem Tod des Vaters kehrte die Familie 1589 nach Antwerpen zurück, wo Rubens seinen Meistertitel erwarb. Nach einer mehrjährigen Studienreise durch Italien wurde er aufgrund seiner sinnlichen und dramatischen Kompositionen 1610 zum Hofmaler Erzherzog Albrechts ernannt. Ab 1622 übernahm er zudem erste diplomatische Missionen nach Frankreich, Spanien und England, wo ihm 1630 die Ritterehre verliehen wurde. Im selben Jahr heiratete er seine zweite Frau Helena Fourment, die ihm bis zu seinem Tod 1640 als Schönheitsideal und Modell dienen sollte.

Maria Lassnig – Maria Lassnig wurde 1919 in Kärnten geboren. Bereits kurz nach ihrer Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien entstanden die ersten Gemälde und Zeichnungen, die auf die Darstellung ihrer Körperempfindungen abzielten. Die sogenannte Körpergefühlsmalerei sollte ihr gesamtes weiteres Schaffen bestimmen. Nach Aufenthalten in Paris und New York kehrte sie 1980 nach Wien zurück und übernahm an der Hochschule für angewandte Kunst eine Professur für Malerei. 1982 gründete sie Österreichs einziges Lehrstudio für Trickfilm. Internationale Ausstellungserfolge und zahlreiche Preise wie der Goldene Löwe der Biennale von Venedig begleiteten sie bis zu ihrem Tod 2014.

Dirck Dircksz. Santvoort – Dirck Dircksz. Santvoort wurde 1610 in Amsterdam geboren. Seine Ausbildung absolvierte er vermutlich bei seinem Vater, dem Maler Dirck Pietersz Bontepaert. Er stand stark unter dem Einfluss Rembrandts, war möglicherweise sogar dessen Schüler. Aufgrund seiner eleganten und zurückhaltenden Bildnisse machte sich Santvoort schnell einen Namen als Porträtist. Großer Beliebtheit erfreuten sich vor allem seine Kinderporträts, in denen seine präzise Beobachtungsgabe sowie sein schlichter Stil zu einer harmonischen Einheit verschmolzen. Santvoort starb 1680 in seiner Geburtsstadt.

Catherine Opie – Catherine Opie wurde 1961 in Ohio geboren. Ihre künstlerische Ausbildung schloss sie 1988 am California Institute of the Arts ab. Ihre fotografischen Arbeiten umfassen Studioporträts, Landschaftsaufnahmen sowie Fotografien im urbanen Raum. Bekanntheit erlangte sie vor allem durch ihre provokanten Porträts, in denen sie Vorstellungen von gesellschaftlicher, sexueller sowie kultureller Identität hinterfragt. Hierbei hält sie durchwegs an einer formalen Strenge fest, die Elemente der zeitgenössischen Kunst mit traditioneller Porträtfotografie kombiniert. Seit 2001 ist sie Professorin für Fotografie an der University of California Los Angeles (UCLA).

Jacopo Robusti, gen. Tintoretto – 1518 in Venedig geboren, wuchs der Maler in einem von Harmonie und Farbe geprägten Umfeld auf. Seine eigene Ausdrucksweise besticht durch dramatische Kompositionen, eine gezielt eingesetzte Lichtwirkung und starke Tiefenillusion. Ab 1565 arbeitete Tintoretto an seinem Hauptwerk, der Bilderfolge der Scuola di S. Rocco in Venedig, die heute zu den bedeutendsten sakralen Bilderzyklen gehört. Sein Spätwerk, das kurz vor seinem Tod 1594 entstand, zeichnet sich durch eine freie Dramatik sowie koloristische Lichtreflexe aus und stieß im 19. Jahrhundert. vor allem bei den Impressionisten und ihren Nachfolgern auf große Bewunderung.

Kerry James Marshall – 1955 in Birmingham, Alabama, geboren, ist Kerry James Marshall einerseits geprägt durch seine Kindheit in den Südstaaten, andererseits aber durch seine Ausbildung am Otis Art Institute in Los Angeles, wo er die Aktionen der Black-Panther-Bewegung miterlebte. Sein Werk, das neben Malerei auch Skulptur, Fotografie oder Videoarbeiten umfasst, stellt eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte der schwarzen Identität in den USA und der westlichen Kunst dar. In seinen Gemälden, die zwischen Abstraktion und Comic-Ästhetik changieren, greift Marshall Themen auf, die oft aus dem künstlerischen Kanon ausgeschlossen wurden. Er lebt und arbeitet in Chicago.

Tiziano Vecellio, gen. Tizian – 1477 in Veneto geboren, absolvierte Tizian seine Ausbildung bei den führenden Malern der venezianischen Renaissance. Darauf aufbauend, fand er schnell zu seinem eigenen farbbetonten Stil, der vor allem im Bereich der Porträtmalerei für Generationen vorbildhaft wurde. Sind seine frühen Bilder noch von großer Dramatik beherrscht, wird ab ca. 1530 eine Beruhigung spürbar. In seinen Spätwerken treten die zuvor dominierende Eleganz und Schönfarbigkeit zugunsten eines intensiven Kolorits zurück. Neben den großen Fürstenhöfen Italiens unterhielt Tizian bis zu seinem Tod 1576 auch Verbindungen zum Hause Habsburg.

Pablo Picasso – 1881 in Málaga geboren, reiste Pablo Picasso 1900 zum ersten Mal nach Paris. Die Werke aus seiner Blauen und Rosa Periode und die Begründung des Kubismus sind nur der Anfang seiner außerordentlichen Künstlerlaufbahn. Nach 1915 endete die kontinuierliche Entwicklung seiner Werke und streng geometrische Kompositionen wurden von naturalistischen abgelöst. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken, deren Gesamtzahl auf 50.000 geschätzt wird. Noch vor seinem Tod 1973 wurde in Barcelona das Picasso-Museum eingeweiht und sein Werk in Form großer Retrospektiven gewürdigt.

Tiziano Vecellio, gen. Tizian  – 1477 in Veneto geboren, absolvierte Tizian seine Ausbildung bei den führenden Malern der venezianischen Renaissance. Darauf aufbauend, fand er schnell zu seinem eigenen farbbetonten Stil, der vor allem im Bereich der Porträtmalerei für Generationen vorbildhaft wurde. Sind seine frühen Bilder noch von großer Dramatik beherrscht, wird ab ca. 1530 eine Beruhigung spürbar. In seinen Spätwerken treten die zuvor dominierende Eleganz und Schönfarbigkeit zugunsten eines intensiven Kolorits zurück. Neben den großen Fürstenhöfen Italiens unterhielt Tizian bis zu seinem Tod 1576 auch Verbindungen zum Hause Habsburg.

Joseph Mallord William Turner  – Die britische Landschaft stellte das zentrale Thema der ersten Schaffensperiode des 1775 in London geborenen Malers J.M.W. Turner dar. Einen großen Einfluss auf sein Werk hatten die zahlreichen Reisen durch Europa, die ihn auch mit der ihn prägenden Koloristik der venezianischen Malerei bekannt machten. Turners spontan wirkende Bilderfindungen mit ihrer lebhaften Farbigkeit und atmosphärischen Gesamtwirkung machen ihn zu einem frühen Vorläufer des Impressionismus und der modernen Malerei im Allgemeinen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit veröffentlichte er auch theoretische Schriften und war als Vorstandsmitglied der Royal Academy tätig. J.M.W. Turner starb 1851 in London.

Rogier van der Weyden  – Rogier van der Weyden wurde um 1400 im flämischen Tournai geboren. Nach seiner künstlerischen Ausbildung bei Robert Campin zog er nach Brüssel, wo er bis zu seinem Tod 1464 lebte und arbeitete. Sein Frühwerk ist nur schwer rekonstruierbar, zeigt aber wohl Einflüsse seines Lehrers sowie Jan van Eycks. 1450 reiste van der Weyden nach Rom, wo er zu einer neuen Bildauffassung gelangte. Er überwand die flächengebundene Malerei seiner Vorgänger und gestaltete seine Figuren plastischer, wenn auch in ihrer räumlichen Ausdehnung beschränkt. Er gilt heute nach Jan van Eyck als bedeutendster Vertreter der niederländischen Malerei des 15. Jahrhunderts.

Ron Mueck – 1958 in Melbourne als Sohn deutscher Spielzeugmacher geboren, war Ron Mueck bereits früh mit bildnerischen Techniken vertraut. 1983 zog er nach London, wo er Modelle für Film und Werbung fertigte und unter anderem an der Produktion der TV-Sendungen Sesamstraße und Muppet Show beteiligt war. In den Neunzigerjahren begann schließlich Muecks Karriere als freischaffender Bildhauer. Seine hyperrealistischen Menschenplastiken aus Fiberglas und Silikon sprechen den Betrachter direkt an. Sie zeichnen sich durch eine zuvor nicht erreichte Naturtreue aus, deren Wahrnehmung aber durch eine irreale Größenveränderung verzerrt wird.

Diego Rodríguez de Silva y Velázquez – Diego Velázquez wurde 1599 in Sevilla geboren. Bereits kurz nach Abschluss seiner künstlerischen Ausbildung gründete er seinen ersten eigenen Werkstattbetrieb. 1623 wurde er in den Dienst des spanischen Königs Philipp IV. berufen und ließ sich daraufhin mit seiner Familie in Madrid nieder. Velázquez porträtierte vor allem die Angehörigen des Hofes sowie die Königsfamilie und wurde 1659, ein Jahr vor seinem Tod, in den Adelsstand erhoben. Er entwickelte eine für seine Zeit völlig neuartige Darstellung von Farbe und Licht, die vor allem von Manet und den Impressionisten wieder aufgegriffen wurde.

Édouard Manet – 1832 in Paris geboren, absolvierte Édouard Manet seine künstlerische Ausbildung bei dem Historienmaler Thomas Couture. Bereits während seiner Lehrzeit studierte er die Alten Meister im Louvre und fühlte sich trotz seiner flächenhaften und realistischen Darstellungsweise Zeit seines Lebens der Tradition verpflichtet. So lassen sich auch skandalträchtige Gemälde wie »Das Frühstück im Freien« oder die »Olympia« auf klassische Vorbilder zurückführen. Seine Werke, die mit ihrem unkonventionellen Realismus oft Konflikte und Spannungen vergegenwärtigen, fanden erst in den Jahren vor seinem Tod 1883 offizielle Anerkennung.

Besuch aus aller Welt

So durchmischt die Werke sind, die wir unseren Alten Meistern an die Seite stellen, so heterogen ist auch ihre Herkunft. Für »The Shape of Time« haben wir Leihgaben von den renommiertesten Museen aus aller Welt bekommen. So zeigen wir Werke aus der Tate Gallery, London, dem Metropolitan Museum of Art, New York, dem Musée Picasso, Paris, aus The Art Institute of Chicago, The British Museum, London, dem Musée d’Orsay, Paris, und dem Wadsworth Atheneum, Connecticut sowie aus bedeutenden Privatsammlungen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Im Gespräch mit den KünstlerInnen

Nicht nur die Werke, auch ihre SchöpferInnen stellen sich dem Dialog. In einer Veranstaltungsreihe des Rahmenprogramms lädt Kurator Jasper Sharp ausgewählte KünstlerInnen zum Gespräch ins Kunsthistorische Museum ein.

Montag, 26.3.2018, 19 Uhr
Catherine Opie

Montag, 16.4.2018, 19 Uhr
Fiona Tan

Montag, 14.5.2018, 19 Uhr
Kerry James Marshall

Montag, 25.6.2018, 19 Uhr
Steve McQueen

Das Platzangebot ist begrenzt. Bitte melden Sie sich daher unter talks@khm.at an.